Morgens um sieben werde ich vom ersten vorbeifahrenden Fahrzeug geweckt. Wenig später folgt das nächste. Und das nächste. Wir sind komplett verwirrt: Ist das Glen Affric solch ein beliebtes Ausflugsziel, dass Wanderer und Fotografen hier weit vor Sonnenaufgang unterwegs sind? Annette hat noch eine heiße Vermutung: Es könnten auch Jäger sein. Dazu würde passen, dass die Jagd in der Dämmerung beginnt und die meisten Fahrzeuge eher vom Typ Range Rover sind. Aber zusätzlich sind auch noch Kleinbusse unterwegs.
Uns wird ein wenig unheimlich.
Auf einer Single-Track-Straße mit so viel Verkehr kann es mit einem Alpa dann buchstäblich wirklich eng werden. Und bis zum Talende sind es noch 10 Kilometer.
Annette hat dann eine schlaue Idee: Wir fahren quasi „mit der Flut“ ins Tal hinein und am Abend dann wieder hinaus. Das müsste doch gehen. Und so wird es gemacht.
Des Rätsels Lösung
Auf dem Weg kommen uns allerdings im 5-Minuten-Takt die Mini-Busse wieder entgegen. Wieder rätseln wir: Hätte es einen Wanderbus vom Campingplatz in Cannich aus gegeben?
Kurz vor dem Talende dann noch mal eine Überraschung: Auf dem großen Steinbruch-Parkplatz, der bei Park4night als erlaubter Übernachtungsplatz angegeben ist, ist alles belegt. Viele Fahrzeuge, viele Wohncontainer. Gibt es hier eine Riesenbaustelle?
Am River-Affric-Parkplatz stehen gleich mehrere Männer in Warnwesten. Was ist hier bloß los?
Auf die Auflösung wären wir nie gekommen: