Rogie Falls

Wir verabschieden uns von der schottischen Westküste und fahren landeinwärts. An den Rogie Falls sehen wir einen der letzten Lachse springen.

Autor
Micha
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    Der Morgenhimmel sieht vielversprechend aus. Micha springt in seine Klamotten und geht hinunter zum Meer.

    Erkenntnis 1: Mehr als Morgenrot gibt es nicht. Danach ist alles graue Suppe.

    Erkenntnis 2: Wenn abends Flut war, ist 12 Stunden später wieder Flut. Kein Sand am Big Sands.

    Ich überlege, ob ich einfach wieder zurück zum Kaffee gehe, der bestimmt schon auf mich wartet. Aber für ein paar experimentelle Fotos am Meer ist dann doch noch Zeit. Man hat ja nicht immer das Meer vor der Haustür.

    Gegen Mittag brechen wir auf. Mit einem Gefühlschaos im Bauch: Der Abschied von der wieder einmal fantastisch schönen Westküste fällt uns schwer. Wir wollen hier nicht weg! Das Gefühl sagt „Alles wird schlechter, wenn wir hier schon wegfahren.“

    Gleichzeitig wissen wir natürlich, dass der Herbst in den Cairngorms im letzten Jahr ein absoluter Traum war. Und daher verschwindet die Meeressehnsucht mit jedem Kilometer, den wir zurücklegen und macht Platz für die Vorfreude auf Herbstfarben und Wald.

    Loch Maree im Schnelldurchgang

    Schon bald erreichen wir den Loch Maree. Beim letzten Mal konnten wir kaum etwas von ihm sehen, da es so sehr geregnet hat. Heute ist die Sicht etwas besser, auch wenn es leider wieder trostlos grau ist.

    Aber wir notieren uns schon eifrig Orte, an denen wir beim nächsten Mal gerne länger bleiben wollen.

    Wasserfall-Überraschung

    Unseren Höhepunkt des Tages erleben wir mehr aus Zufall. Ich werde plötzlich müde und auf der Suche nach einem Pausenplatz fallen mir die Rogie Falls ein, die am Rande der A835 liegen.

    Erwartet haben wir eine schöne, kleine Kaskade, die man mal eben weggucken kann. Aber was wir dort sehen, ist wirklich beeindruckend. Es ist alles größer, als es auf den Bildern wirkt.