Der nächtliche Sturm hat das Mannimobil ganz schön durchgeschüttelt. Bei Windgeschwindigkeiten jenseits von 70 km/h lassen wir die Hubstützen aus Sorge, dass sie Schaden nehmen, lieber mal eingefahren. Annette hat dafür ein neues Wort kreiert: „Hubstützenangst“ heißt es bei ihr, wenn sie nicht schlafen kann, weil sie Angst hat, dass die Hubstützen kaputt gehen.
Im Laufe des Vormittags lässt der Wind aber drastisch nach. Es wird fast schon windstill.

Platzwechsel
Wir machen morgens das, was erfahrene Sango-Sands-Besucher immer tun: Einfach mal fragen, ob ein Platz in der ersten Reihe frei wird. Und natürlich klappt es auch diesmal: „Of course, my dear, no problem! I’ll let you know in 15 minutes.“ Hach, man muss die ältere Lady einfach lieb haben, die alles immer so einfach erscheinen lässt.
Und tatsächlich erscheint sie eine Viertelstunde später am MoMo und teilt uns mit, dass Platz 14B frei ist. „Directly in front of you, if that’s okay?“ Und ob das okay ist! Wir parken mal eben um und tauschen tolle Aussicht gegen Traumaussicht.
Kunstzeit
Anschließend gehen wir unseren Musen nach. Annette kümmert sich ums Malen, ich gehe zum Fotografieren an den Strand.
Noch ist es bedeckt und die für den Nachmittag angekündigte Sonne lässt noch auf sich warten. Das ist mir fürs Fotografieren aber gerade recht.
Nicht so recht sind mir die letzten Midges der Saison, die sich bei der Windstille noch mal rund um mich tummeln, als ich versuche, ein Bild am Mini-Wasserfall zu machen.

Als ich dann zur Klippe wechsele, habe ich dort aber meine Ruhe.

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Highlander-Toast
Was bei keinem Besuch von Sango-Sands fehlen darf, ist der Highlander-Toast beim Cheese’n’Toasted-Wagen. Er schmeckt noch genau so lecker, wie wir ihn in Erinnerung haben. Als ich der netten Verkäuferin erzähle, dass wir den bis jetzt jedes Jahr hatten, kommentiert sie das lachend mit „See you next year then!“ Ich glaube, sie wird recht behalten…

Verlängerung
Mittlerweile ist die Sonne rausgekommen und Durness zeigt sich von seiner schönsten Seite. Eigentlich hatten wir nur zwei Übernachtungen hier geplant, damit wir mehr Zeit für neue Entdeckungen haben. Aber sehr schnell haben wir uns verständigt, dass wir gerne mal nachfragen, ob wir unseren Platz auch für eine weitere Nacht behalten dürfen. Wir dürfen! Und wir sind einfach nur selig. Es ist so schön hier und und bereits so ein Herzensort, dass wir gar nicht mehr weg wollen. Obwohl wir hier eigentlich alles kennen.
