Dank der großzügigen Check-out-Zeit von 11.30 Uhr können wir den morgendlichen Regen entspannt aussitzen und gemütlich in den Tag starten. Das ist nach dem anstrengenden Tag gestern auch dringend nötig.
Bevor wir weiterfahren, statten wir aber noch dem Fischgeschäft Doig & Sons einen Besuch ab und versorgen uns mit Smoked Haddock fürs Abendessen.

Abschied von Anstruther
Anschließend parken wir beim Coop und gehen noch einmal ins Städtchen. Annette hatte gestern in einem Geschäft einen Pulli von Eribe anprobiert, der ihr richtig gut gefallen hat. Aber sie wollte noch mal eine Nacht darüber schlafen. Eigentlich eine gute Idee. Nur dumm, wenn der Pulli dann nicht mehr da ist… Bis wir ihn noch mal wiederfinden, muss also erst mal ein Erinnerungsfoto helfen.

Immerhin können wir die anderen Dinge kaufen, die wir uns für heute auf die Einkaufsliste geschrieben haben. Unter anderem kaufen wir bei Barnett’s Bakery noch ein paar Leckereien aus dem reichhaltigen Sortiment. Alleine schon bei der Auswahl läuft uns das Wasser im Mund zusammen.

Im Petit Bazar mit seinen französischen Antiquitäten finden wir unser Gefühl bestätigt, dass sich hier alles ein bisschen nach Frankreich anfühlt.


Rückkehr nach Pittenweem
Nachdem wir im Coop noch ein paar Grundnahrungsmittel eingekauft haben, fahren wir weiter nach Pittenweem. Dort hatten wir gestern gesehen, dass die drei Stellplätze nicht vollständig belegt waren. Wir wollen zumindest mal unser Glück versuchen, denn von der Lage her wäre das schon ein feiner Übernachtungsplatz.
Als wir ankommen, stellen wir fest, dass unser Gespür goldrichtig war. Es gibt noch genau einen freien Stellplatz! Den belegen wir sofort und gratulieren uns zu einem wunderbar gelegenen Platz, der für 10 Pfund pro Nacht zu haben ist. Genial! Im Laufe des Tages gratulieren wir uns dann immer wieder, wenn ein Womo auf den Platz fährt und frustriert wieder wegfährt. Am Wochenende einen dieser beliebten Plätze zu ergattern, ist wirklich ein Glücksfall.
Wir stärken uns mit den Leckereien von Barnett’s Bakery. Eine Spezialität von dort ist das „Cheese&Leek“-Brot. So wunderbar fluffig wie ein Zopf, aber halt herzhaft mit Käse und Lauch. Wir sind begeistert, wie lecker uns diese ungewöhnliche Kombination schmeckt! Aber auch die Sweet Chili Pork Roll und der Buffalo Chicken Pie, die wir kurz aufbacken, sind sehr lecker.
Coastal Path, Teil II
Die angefutterten Kalorien wollen dann schleunigst wieder verbrannt werden. Also machen wir uns auf den Coastal Path in Richtung Westen. Ins nächste Fischerdorf St. Monans.
Schon von weitem kann man die Windmühle von St. Monans sehen. Sie steht oberhalb der Salt Pans, an denen früher Salz gewonnen wurde.

Von den Tidal Pools, die es auch hier gibt, ist kaum etwas zu sehen. Es ist gerade absolute Flut. Aber die merkwürdig diagonal gespaltenen Steine dort sind mit den hinüberschwappenden Wellen noch mal so schön.

Der nächste hübsche Ort
Auch von St. Monans sind wir sehr angetan.







Der Blick von der Hafenmauer ist in beide Richtungen schön. Und da die Regel „Kein Bier vor 4“ seit ein paar Minuten nicht mehr gilt, genießen wir auf der Terrasse vom East Pier erst mal ein IPA.




Anschließend gehen wir noch zur Auld Kirk, die am westlichen Ende des Ortes liegt.




Von hier aus müssen wir uns dann aber bald schon auf den Rückweg machen.
Schließlich will Annette noch in den Tidal Pools unterhalb unseres Stellplatzes baden.

Schwimmen und Fotografieren
Zum Sonnenuntergang trennen sich dann unsere Wege. Während Annette im letzten Tageslicht in die Tidal Pools springt, packe ich mir Stativ und Kamera und mache bis zur blauen Stunde Bilder von dem Städtchen vor und unter mir.

Als wir wieder vereint sind, hören wir beide merkwürdige Geräusche. Annette ist dann diejenige, die das Rätsel löst. Es sind Seehunde, die auf den immer weiter von der Ebbe freigelegten Felsen unter uns liegen!


