Über Dunnotar Castle nach Lossiemouth

Wir fahren über Dunnotar Castle und Stonehaven hinauf zur Moray Coast nach Lossiemouth und werden mit einem atemberaubendenStrand verwöhnt.

Autor
Micha
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    Mein Arbeitstag beginnt früh. Ich stehe vor Sonnenaufgang auf, um die ersten Sonnenstrahlen am Strand und vor allem auf den Klippen am Nordufer zu fotografieren.

    Als wir gestern ins Bett gingen, prasselte der Regen aufs Dach. Heute Morgen: keine Wolke am Himmel! Fotografisch etwas langweilig, aber dafür halt trocken.

    Und für die Bilder lohnt sich das frühe Aufstehen allemal.

    Dunnotar Castle

    Wir möchten heute unserem Ziel Orkney einen größeren Schritt näher kommen. Daher verabschieden wir uns vom netten Campingplatz hinter den Dünen und fahren weiter in Richtung Norden. Die Küstenstraße hier verdient ihren Namen übrigens zu Recht. Man hat immer wieder tolle Ausblicke aufs Meer.

    Beim Dunnotar Castle halten wir an. Diese auf einer Landzunge gelegene Ruine ist ein richtiger Touristenmagnet, wie wir feststellen. Busse und ein voller Pkw-Parkplatz sind am Zugang zu finden. Womos parken ein Stück weiter die Straße entlang am Straßenrand auf dem teilweise sehr abenteuerlich ausgewaschenen Grasstreifen.

    Bemerkenswert ist, dass die Klippen mit der Aussicht auf das Castle kostenfrei sind. Nur der Besuch der Ruine selbst kostet Eintritt. Da wir nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen, entscheiden wir uns gegen den Besuch und genießen lieber die Aussicht aus der Ferne.

    Stonehaven

    Wenige Meilen weiter erreichen wir Stonehaven. Den Ort hatte ich mir als Tipp notiert und insbesondere wegen der preisgekrönten Fish and Chips im The Bay auf den Reiseplan gesetzt. Wir sind nach den göttlichen Fish and Chips aus Anstruther eher skeptisch. Oder euphorisch: „Was, wenn die wirklich noch mal einen Tacken besser wären?“

    Spoiler: Ja, sie sind lecker. Da gibt es nichts zu meckern. Aber eben nicht besser als unsere Highlights aus Anstruther.

    Da wir ja leicht zu überzeugen sind, hat das Aunty Bettys mit seinem Eis leichtes Spiel. Denn wenn sich Schlangen bilden und Leute mit verführerisch cremigem Eis aus der Tür kommen, kann es nicht ganz verkehrt sein.

    Eine Spezialität sind die Toppings, die es hier „kostenlos“ dazu gibt (bei den üppigen Preisen ist das allerdings auch locker einkalkuliert). Schoko, Nüsschen oder Süßkram werden kunstvoll auf dem Eis drapiert. Optisch auf jeden Fall ein Hingucker, den man nicht alle Tage bekommt!

    Ansonsten kann uns Stonehaven nicht so richtig begeistern. Der bunte Kieselstrand ist optisch zwar schön bunt, aber eher nichts zum Laufen. Und die Häuser an der Küste sehen eher grimmig eintönig aus. Wir haben das Gefühl, dass wir lieber weiterfahren möchten, als die Stadt weiter zu erkunden.

    Stellplatzsuche mit Happyend

    Auf dem Weg nach Norden fahren wir nun quer durch Aberdeenshire in Richtung Moray Coast. In Inverurie füllen wir für „günstige“ 1,09 £ pro Liter noch mal unsere Gasvorräte auf. Weiter nördlich werden dann gerne auch 1,45 £ aufgerufen!

    In Portgordon stellt sich der anvisierte Stellplatz als schon recht gut gefüllt und nicht so ganz nach unserem Geschmack heraus. Enttäuscht fahren wir weiter und wissen noch nicht, wie gut diese Entscheidung sein wird.

    Denn Lossiemouth, wo wir bereits 2022 schon einmal waren, stand gar nicht mal so hoch auf unserer Da-müssen-wir-wieder-hin-Liste. Was hauptsächlich daran liegt, dass damals die alte Brücke hinüber zum Strand gesperrt war und die neue Brücke so gerade noch nicht fertig war.

    Wir bekommen problemlos an der Pitgaveny Street einen Stellplatz direkt am Meer. Nur wenige Meter von der schicken neuen Brücke entfernt. Wir sind begeistert, als wir hinüber zum Strand blicken. Was für eine tolle Aussicht!

    Aber die Begeisterung steigert sich dann in ungläubiges Kopfschütteln, als wir über die Brücke gehen.

    Der hohe Norden Schottlands begrüßt uns stilecht mit einem satten Regenbogen und einem Endlosstrand der Güteklasse A. Meine Güte, was ist das schön!

    Die untergehende Sonne spendiert uns wunderbares Licht und die Wolken am Himmel sind dramatisch, dicht, aber nicht unfreundlich. Und trocken lassen sie uns auch.

    Wir beglückwünschen uns zu dieser Entscheidung und freuen uns noch mehr auf die kommenden Wochen. Endlich wieder im Norden Schottlands!

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