Saint-Cast-le-Guildo

Adieu, Bretagne

Adieu Lieblingsstrand, bonjour Cidre-Hof – der Abschied fällt schwer, aber schmeckt gut.

Autor
Micha
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    Die Nacht am Plage des Amiets war ruhig wie immer. Nicht einmal der angekündigte stürmische Wind hat sich blicken lassen. Aber das angekündigte Regengebiet ist trotzdem am Start.

    Das macht uns die Abreise zumindest nicht weiter schwer. Wir schütteln trotzdem mit dem Kopf, als wir feststellen, dass außer den zwei Wohnwagen neben uns kein einziger Gast auf dem Platz zu finden ist. Außerhalb der Saison ist der Platz hier also eine fette Empfehlung für alle, die es einsam und mit Top-Aussicht mögen!

    Côte Emeraude

    Wir möchten heute ein wenig die Rückreise einläuten, allerdings ohne die Bretagne wirklich schon zu verlassen. Das steht leider für morgen auf dem Programm.

    Heute haben wir die Wahl zwischen Dinan mit seiner sehenswerten Altstadt und einem Platz oberhalb der Muschelbänke von Saint-Jacut-de-la-Mer. Uns steht weiter der Sinn wenig nach Stadt, aber immer noch sehr nach Meer. Am Ende dann doch eine einfache Entscheidung.

    Der asphaltierte Stellplatz oberhalb der Bucht ist uns von der Reise vor drei Jahren noch in bester Erinnerung. Und auch dieses Mal ist es genau der Platz, den man bei dem üsseligen Wetter haben möchte. Keine Matsche vor der Tür und eine großartige Aussicht.

    Pinguinstrand

    Vom Stellplatz ist es gar nicht weit bis zum breiten Strand von Pen Guen. Ob Pinguine daher ihren Namen haben. Scheinbar nein. Aber witzig wäre es schon.

    Saint-Cast-le-Guildo
    Saint-Cast-le-Guildo

    Die Hunde zeigen sich unbeeindruckt von der Tatsache, dass dies der letzte Strand für einige Zeit ist. Sie spulen ihr ganzes Programm von Tätigkeiten artig ab. Bonuspunkte für Elli, die es schafft, sich ordentlich mit Sand einzusauen, sodass Annette am MoMo erst mal eine Grundreinigung des Hundes durchführen darf.

    Saint-Cast-le-Guildo
    Saint-Cast-le-Guildo

    Hering von Mario

    Bei park4night hatten wir schon davon gelesen, dass man hier leckeren Hering kaufen könne. Und tatsächlich klopft es um halb sechs an die Tür des Mannimobils. Vor mir steht der freundliche Mario mit einer Kiste voller fertig abgepackter Portionen mit eingelegtem Hering. Da die Meinungen einhellig positiv waren, will auch ich zuschlagen. Aber sein Englisch ist noch schlechter als mein Französisch. Es soll „one six“ kosten. Während ich noch überlege, ob ich ernsthaft 16 Euro ausgeben soll, fällt bei mir der Groschen als er „two ten“ sagt und mit einem 10-Euro-Schein wedelt. Eine Portion 6 €, zwei Portionen 10 €. So macht das schon mehr Spaß. Zumindest in meinem Kopf fühlt es sich an, als habe ich ein richtiges Schnäppchen gemacht, wenn ich statt 16 € für eine Portion jetzt 10 € für zwei bezahle.

    Nachdem wir den Hering verspeist haben, können wir bestätigen, dass man mit dem Kauf zumindest nichts falsch macht. Lecker ist es in jedem Fall. Ob es ein Schnäppchen ist, muss dann jeder für sich entscheiden.

    Au revoir

    Morgens genießen wir noch einmal den Blick in die Bucht und das milde Wetter. Als wir mit den Hunden noch kurz den Zöllnerpfad entlanggehen, fühlt es sich falsch an, jetzt wegzufahren. Wir würden so gerne noch bleiben! Aber die Heimat ruft und wir brechen brav auf, damit wir die lange Strecke in zwei gleich lange Etappen unterteilen können.

    Saint-Cast-le-Guildo
    Saint-Cast-le-Guildo
    Saint-Cast-le-Guildo

    Vorher heißt es aber noch ein letztes Mal Vorräte auffüllen. Schließlich bekommt man die bretonischen Leckereien nicht überall. In Ploubalay versorgen wir uns im Maison Rebours mit Leckereien für den Tag. Denn bei diesem kleinen, aber feinen Patissier und Traiteur gibt es sowohl feinstes Gebäck und Schokoladen, als auch ein paar fertige herzhafte Gerichte zum Mitnehmen und späteren Erwärmen. Ideal!

    Maison Rebours
    Maison Rebours

    Gentilhommière

    Unser Etappenziel liegt wieder in der Nähe von Neufchatel-en-Bray. Wie bereits 2022 und 2023 machen wir einen Halt bei der Gentilhommière von Cidrebauern Félix Platel. Mittlerweile fühlen wir uns schon fast wie Zuhause, als wir in die Einfahrt einbiegen.

    Nach einem Auffüllen unserer Cidre-Vorräte für zuhause und einem Hundespaziergang verbringen wir den Abend entspannt im MoMo.

    Wir sagen an dieser Stelle „Au revoir“ an alle Mitleser und hoffen, dass unser Heckschaden vom ersten Tag in Frankreich rechtzeitig vor unserer geplanten Sommerreise behoben werden kann. Bitte Daumen drücken!

    Gentilhommiere

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