Game of Thrones Studio Tour

Ausflug nach Westeros

Unser letzter Tag in Irland wird noch einmal etwas ganz Besonderes. Wir fahren nach Banbridge zur Game of Thrones Studio Tour und es ist großartig!

Autor
Micha
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    Wir haben beschlossen, dass Tullagh Bay ein großartiger Ort für den Abschluss des Irland-Parts unserer Reise ist. Viel besser und schöner können wir uns nicht von Irland verabschieden.

    Es gibt allerdings noch zwei Dinge, die uns heute den letzten vollen Tag auf der grünen Insel versüßen können.

    Tullagh Abschied

    Nancy again

    Eine davon ist ein No-Brainer. Im Nachbarort Ballyliffin ist eine unserer Restaurant-Entdeckungen hier. Eine Mahlzeit in Nancy’s Barn können wir unmöglich auslassen!

    Dieses Mal passend zur Tageszeit ein Full Irish Breakfast. Hatten wir auf dieser Tour noch gar nicht. Es schmeckt dann auch das Frühstück gewohnt gut, ist aber jetzt auch nichts Besonderes. Und der „kleine“ Orangensaft, der dazu gehört, ist mit „niedlich“ sehr freundlich umschrieben.

    bei Nancy's Barn

    Wir packen uns außerdem noch Take-away Seafood Chowder und Gebäck fürs Kaffeetrinken ein.

    Ballyliffin

    Auf und ab und auf

    Unser Tagesziel liegt schon nicht mehr in der Republik, sondern im britischen Nordirland. Von der Grenze in Strabane merkt man hier aber buchstäblich gar nichts. Keine EU- oder UK-Schilder, kein Hinweis auf andere Geschwindigkeiten und schon gar keine Grenzposten.

    Tankstelle Irland
    Ein letztes Mal "billig" volltanken

    Der Streckenverlauf ist, sagen wir mal, herausfordernd. Die Straßen sind in Regel immer einen halben Meter zu schmal für die Geschwindigkeit, es geht kurvig konstant auf und ab und es herrscht ordentlich Betrieb. Was für ein Unterschied zum beschaulichen Inishowen!

    Wo geht es nun hin?

    Vom netten Ukrainer Alexander am Grianan of Aileach haben wir beim Small Talk einen enthusiastischen Tipp bekommen, als wir erzählt haben, dass wir über Belfast zurück nach Schottland übersetzen. „Belfast? Did you watch Game of Thrones?“ Als wir begeistert bejahen, empfiehlt er uns mit leuchtenden Augen einen Besuch bei der Game of Thrones Studio Tour. Bei den Filmstudios, wo ein guter Teil der Serie gedreht wurde, hätte man einen fantastischen Einblick in die Welt der Serie und das Filmemachen. Er wäre schon mehrfach dort gewesen und fände es immer super.

    Da wir die Serie unter anderem wegen der opulenten Ausstattung und der Atmosphäre gerne gesehen haben, könnte das gut werden. Nordirland ist ohnehin mit vielen Drehorten ein Mekka für GoT-Fans und eine dieser Attraktionen müssen wir doch auch mal ausprobieren.

    Game of Thrones Studio Tour

    Game of Thrones Studio Tour

    Wir kommen erst um halb vier in Banbridge an, wo das Ticket-Office auf einem riesigen Outlet-Gelände liegt. Ideal mit dem Womo, weil man vollkommen problemlos parken kann. In den letzten 2 ½ Stunden vor der Schließung gibt es online reduzierte Tickets, die wir Sparfüchse dann gerne auch mitnehmen.

    Es stellt sich heraus, dass die Studio Tour gar nicht in der Outlet-Mall startet, sondern wir von einem Shuttlebus dorthin gebracht werden.

    Hatten wir vorher noch gerätselt, wie voll es wohl werden würde, können wir nun berichten, dass der späte Einlass sich lohnt, wenn man keinen Trubel mag. Wir sind die Einzigen, die in den Bus einsteigen und werden in wahrlich halsbrecherischer Fahrt zu den 10 Minuten entfernten Linen Mill Studios gebracht. In anderen Freizeitparks würde man für eine solche Achterbahnfahrt lange anstehen.

    Game of Thrones Studio Tour

    Eine andere Welt

    Zunächst ist das alles etwas merkwürdig. Es ist offensichtlich, dass hier heute nichts los ist. Nur eine Handvoll Besucher wartet darauf, von unserem Bus zurückgebracht zu werden. Ist das Ganze etwa ein schlimmer Flop? Oder ist der Hype um die Serie mittlerweile einfach vorüber und keiner interessiert sich mehr dafür?

    Game of Thrones Studio Tour

    Wir können Entwarnung geben. Ein Flop ist es nicht. Denn als wir nach einem Begrüßungsvideo durch einen Tunnel gehen, sind wir in einer anderen Welt. Und diese ist unfassbar. Weil alles so toll und liebevoll mit den Originalkostümen und -requisiten inszeniert ist, dass man sich wirklich vorstellen kann, dass an genau diesem Set, in diesem Raum, mit diesem Ambiente und in diesen Kostümen Filmgeschichte geschrieben wurde.

    Game of Thrones Studio Tour
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    Game of Thrones Studio Tour
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    Komplett geflasht

    Je länger wir uns dort aufhalten, umso mehr fühlen wir uns nach Westeros, die Welt, in der GoT spielt, versetzt. Man betritt einen neuen Raum und ist wirklich in der großen Halle von Winterfell. Oder in Dragonstone. Oder beim kleinen Rat.

    Game of Thrones Studio Tour
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    Auch wenn wir versuchen, die Uhr im Blick zu behalten – wir bekommen eine knappe halbe Stunde vor Schließung den Hinweis, dass um 6 Uhr auch wirklich der letzte Bus abfährt und es noch einiges zu sehen gäbe.

    So müssen wir leider viel zu schnell durch die letzten Räume hetzen, um zumindest alles einmal „weggeguckt“ zu haben. Es tut richtig weh, all die Kleinigkeiten, die wir zuvor so ausgiebig bewundert haben, nun gar nicht mehr finden und sehen zu können. Auch die interaktiven Angebote müssen wir links liegen lassen. Dabei ist es schon cool, mal so etwas wie Motion-capturing selber auszuprobieren.

    Wir hatten zuvor gedacht, dass einem zwei Stunden eigentlich reichen müssten. Für „will ich mal gesehen haben“ wird das wohl auch stimmen. Für Fans würden wir tatsächlich eher das Doppelte veranschlagen. Oder mit einer Mahlzeit zwischendurch sind sicherlich auch 6 Stunden an einem verregneten Tag denkbar. Für uns ist klar: Wir wollen noch einmal wiederkommen!

    Das hätten wir uns zuvor im Leben nicht vorstellen können. Aber wir kommen regelrecht beseelt aus den Studios und lassen uns vom Bus wieder zurück zum Mannimobil und den Hunden kutschieren.

    Stellplatzsuche

    Wir hatten uns im Vorfeld schon einen sehr positiv bewerteten Stellplatz bei Castlewellan herausgesucht, den wir anschließend für die Übernachtung anfahren.

    Schon bei der Anfahrt sind wir mehr als überrascht von der Landschaft hier, das ist eine Mischung aus Wales und dem Auenland hier. Schmale Straßen, irgendwie schnuckelig, aber auch mit teils absurd steilen Teilen.

    Leider trifft das dann auch auf den Stellplatz zu. Denn es geht hier eine solch steile Rampe hinauf, dass das Mannimobil mit dem Heck aufsetzen würde. Keine Chance für den Alpa.

    Aber Annette findet uns dann bei Drumaness einen Waldparkplatz, der offensichtlich sehr beliebt bei Hundespaziergängern ist.

    Tievenadarragh

    Zumindest finden wir überproportional oft Hundehaufen mitten auf dem Weg. Was ist denn mit den Nordiren los, dass da die Hunde überall hinscheissen dürfen und es keiner wegmacht?

    Auch der Wald ist bedauerlicherweise kein schöner Anblick. Ausgesprochen viele umgestürzte und gefällte Bäume trüben den Eindruck bei unserer abendlichen Runde doch sehr.

    Tievenadarragh

    Aber wenn das unsere einzige Beschwerde über den Aufenthalt auf der wunderschönen irischen Insel ist, soll uns das sehr recht sein.

    Irland, es war uns wieder ein Fest!

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