Für uns steht nun der Beginn der Heimreise auf dem Programm. Diese möchten wir dieses Mal in kleine Etappen unterteilen, auf denen es immer noch ein kleines Highlight geben soll.
Stiff Peaks reloaded
Das mit dem Höhepunkt haben wir für diesen Tag schnell erledigt.
Denn unser Weg führt uns erneut nach Ballachulish, wo wir im Stiff Peaks einen Großeinkauf machen. Was soll man auch anderes machen, wenn sie doch so viele köstliche Dinge im Angebot haben? Eigentlich möchten wir nur noch mal Leckereien fürs spätere Kaffeetrinken kaufen. Aber dann wandern ebenfalls noch Blätterteigtaschen fürs Abendessen und die gerade frisch fertiggestellten belegten Focaccia in die Einkaufstasche.

Die Focaccia verspeisen wir direkt vor Ort am Rande des großen Shinty-Feldes. Shinty ist eine Art schottisches Feldhockey, das auf einem Rasenplatz gespielt wird. Während wir das köstliche Brot verspeisen, schauen wir dem Platzwart beim Rasenmähen zu.

Wiederholte Wanderung
Üppig gestärkt können wir nun zum eigentlichen Grund unseres Besuchs starten. Wir möchten nämlich noch einmal die kleine, aber ausgesprochen feine einstündige Spazierwanderung zum Brecklet Path machen.
Und obwohl wir die Strecke schon einmal gelaufen sind, erkennen wir sie heute, bei strahlendem Sonnenschein, kaum wieder. Das Moos ist trocken, die Bäume spenden angenehmen Schatten und alles erscheint einem frühsommerlich leicht.








Stau im Glencoe
Mit einem wohlig warmen Gefühl im Bauch verlassen wir jetzt diese Region Schottlands und fahren durch das Glencoe gen Süden.
Das Navi hat schon eine verlängerte Fahrzeit angekündigt. Es sind wohl Bauarbeiten auf der Straße. Und wer dort schon mal gefahren ist, weiß: nicht gut. Denn wenn an dieser Stelle etwas gebaut wird, gibt es garantiert einspurigen Ampelverkehr und aufgrund der Masse an Fahrzeugen lange Rückstaus.

Wir haben jedoch Glück. Lediglich eine Ampelphase Wartezeit ist erträglich. Ganz im Gegensatz zum Gegenverkehr, wo die letzten Autos in der Schlange bestimmt 10 Ampelphasen warten müssen!

Die Infrastruktur Schottlands hält dem Touristenboom hier auf jeden Fall nicht wirklich stand. Lediglich Teilstücke der A82 sind erneuert. Aber der größte Teil ist bestenfalls noch gut fahrbar, oft aber schon reichlich kaputt und vor allem am oberen Loch Lomond eine ziemliche Tortur für alle, die dort fahren müssen. Annette zählt mehrere Spiegelüberreste und Glasscherben entlang der Strecke. Wir sind also nicht alleine mit unserem Pech.
Kurz vor Glasgow
Am Stellplatz in Tarbet am Loch Lomond können wir entsorgen und eine Kaffeepause machen. Auf der großen Wiese am Anleger tummeln sich die Menschen und es herrscht schon richtig sommerlicher Trubel. Wir merken wieder mal: Das ist jetzt nicht so unseres …

Und auch auf die A82 haben wir keine Lust mehr. Zu unserem Übernachtungsplatz hinter Helensburgh könnten wir genauso gut die A814 entlang des Loch Longs fahren. Gedacht, gemacht!
Eine gute Idee, denn auf dieser Strecke ist ausgesprochen wenig Verkehr. Sie erinnert uns mit ihrer abwechslungsreichen Streckenführung an das letzte Stück zum Pier Café am Loch Katrine. Schön!

An der Ardmore-Halbinsel finden wir dann einen Übernachtungsplatz am Wasser. Und bei der Umrundung der Halbinsel kommen dann auch die Hunde noch mal zu ihrem Recht.



Wir haben aber regelrechte Umstellungsschwierigkeiten, als wir bei milden Temperaturen und nahezu völliger Windstille unterwegs sind. Dieses doch eigentlich wunderbare Wetter fühlt sich hier in Schottland falsch an. Aber es sorgt auch für eine herrliche Lichtstimmung beim Sonnenuntergang.
