Wir sind wieder mal an dem Punkt auf einer Reise angekommen, wo es langsamer werden muss. Wo all die Eindrücke der vergangenen Wochen dafür sorgen, dass das Gehirn gerade nichts Neues aufnehmen kann und Entspannung braucht. Und die gönnen wir uns jetzt aber mal so richtig.
Wir haben direkt zwei Nächte hier auf dem Campingplatz Killegruer bei Glenbarr gebucht und freuen uns über diesen feinen, unaufgeregten Platz. Genau das brauchen wir jetzt, und es wird uns in Schottland wieder einmal frei Haus geliefert.

Glenbarr Stores
Direkt um die Ecke, im Örtchen Glenbarr, gibt es die Glenbarr Stores, eine Mischung aus Gartencenter, Café und Dorfladen.
Uns ist mal wieder nach einem Full Scottish Breakfast. Wir machen uns auf den Weg, der nahezu per Luftlinie zum Ziel führte, wenn nicht ein verriegeltes Weidengatter im Weg stehen würde. Wir müssen den kleinen Umweg entlang der A83 nehmen, was nicht schlimm ist, aber wo wir trotzdem froh sind, als wir auf die Nebenstraße in den Ort abbiegen dürfen.
Denn ab hier wird es gemütlich. Wäldchen, Steinmauern und sogar ein sehr pittoreskes, aber leider halb verfallenes Anwesen säumen den Weg.
Wir werden freundlich begrüßt und können uns als erste Kunden des Tages aussuchen, wo wir sitzen mögen. In Anbetracht des freundlichen Wetters entscheiden wir uns für einen Tisch an der frischen Luft. Wunderbar! So kann man dann beim Frühstücken auch wunderbar zuschauen, wie immer mehr Leute hierhin finden.

Unser Traumhaus
Auf dem Rückweg erkunden wir noch den Garten des Anwesens. Da könnte man was draus machen. Wenn wir ein Milliönchen beisammen hätten, könnte man darüber nachdenken.

Apropos Million: Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr gerne mal einen Blick in unseren Schottland-Reiseführer werfen und auf bestellen klicken. Wir benötigen nur noch ca. 30.000 Käufe bis wir uns das Haus leisten können. Das müsste doch zu schaffen sein! Wir würden uns aber auch mit 50 Käufern zufrieden geben, welche die nächste Schottlandfähre im Herbst finanzieren. Ihr könnt jetzt noch 30 % Pfingstrabatt nutzen.
Danke auf jeden Fall an alle, die bis jetzt gekauft haben und sich hoffentlich genau so sehr auf ihre Schottlandreise vorfreuen, wie wir es jetzt schon für die nächste Reise tun.
Verlängerung
Am Abend des zweiten Tages kommt unsere Gastgeberin Anne Littleson (zu Deutsch: Frau Söhnchen – liebe Grüße an unsere Nachbarin!) vorbei und möchte sich für ihre Planung versichern, ob wir am kommenden Tag abreisen.
Ich schwanke noch, da sich der Weiterreise-Akku langsamer füllt als gedacht. Ich frage, ob es okay sei, wenn wir ihr das am folgenden Tag mitteilen. „If you’re here, you’re here.“ ist ihre herrlich pragmatische und fast schon philosophische Antwort. Wenn ihr hier seid, seid ihr hier. Eigentlich eine wunderbare Art, unsere Reisen zu beschreiben!
Wir machen das, was wir im Prinzip aber auch vorher schon wussten: Wir verlängern noch einmal um zwei Tage.

Wellen, Delfine, Otter
Viel Aktivität legen wir nicht gerade an den Tag. Und das fühlt sich auch genau richtig an. Denn mit so einem Panorama vor der Haustür ist es dann schon befriedigend, den Wolken zuzuschauen, die immer schneller ziehen, als man glaubt.


Den Wellen dabei zusehen, wie sie sich immer weiter aufrollen, um irgendwann dann doch zu brechen. Verlässlich und doch jedesmal neu und einzigartig.








Und natürlich die Tierwelt. Annette hält beständig Ausschau nach Delfinen und wir haben sogar mehrfach Glück. Der Volltreffer ist eine Gruppe, die von rechts nach links durch unser Panorama zieht und immer mal wieder auftaucht und sich zeigt.


Das erstaunlichste Erlebnis sind dann zwei Otter, die am vorletzten Abend vielleicht hundert Meter vor uns über den Strand laufen, um sich in die Wellen zu stürzen. Ich bin so perplex, dass ich leider die Belichtungszeit falsch eingestellt habe.
Kleine Planänderung
Das Wetter diktiert mal wieder unsere Reisepläne. Eigentlich wollten wir zum netten Fähranleger in Tayinloan rüberfahren und die Insel Gigha bei einer Radtour erkunden. Aber für die Zeit ab Dienstag ist eher Regen und Sturm angesagt. Keine angenehmes Radfahrwetter. Wir vertrösten uns auf ein nächstes Mal, dass es sicher geben wird.
Stattdessen buchen wir einen der letzten Plätze vor dem Pfingstwochenende auf der Fähre nach Mull. Wir freuen uns darauf, auf die Insel zurückzukehren, die wir schon bei unserer allerersten Schottlandtour in unser Herz geschlossen haben. Das müsste noch mal ein richtiges Highlight der diesjährigen Reise werden.
Dieses Licht!
Was uns bei jedem Schottlandbesuch erneut beseelt ist die ständige Veränderung des Lichts und damit die Veränderung in der Landschaft. Was eben noch langweilig-trüb grau ausgesehen hat, bekommt wenige Augenblicke später einen Farbschub, den man nicht für möglich gehalten hat.








Und die Sonnenuntergänge sind ohnehin immer großartig. Wir möchten gar nicht woanders sein!




