Ariundle Oakwood

Der Frühsommer ist jetzt auch in Schottland angekommen. Wir genießen die Wärme bei einer Wanderung im Ariundle Okawood und auf dem Stellplatz in Onich.

Autor
Micha
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    Unsere Zeit auf Mull endet heute.

    Und es fühlt sich gleichzeitig fantastisch und wie eine komplette Verarschung an, dass wir zu strahlendem Sonnenschein und T-Shirt-Wetter aufbrechen. Das hätten wir gerne auch ein paar Tage früher gehabt. Wobei: Bis auf die vergangene trübe Woche haben wir mit dem Wetter wieder mal richtig Glück gehabt. Da wollen wir uns mal nicht zu sehr beschweren…

    Fidden Farm Sunshine

    Früher Aufbruch

    Die Rückfahrt von Fionnphort zur Ostküste von Mull ist eine einstündige Single-Track-Fahrt. Meine Befürchtung ist, dass auf dieser Strecke umso mehr Gegenverkehr zu erwarten ist, je später wir starten. Also lieber so früh starten, dass wir dem Gegenverkehr der zweiten Fähre vom Festland entgehen.

    Ein guter Plan. Wenn man die Fahrtzeit realistisch einschätzt.

    Ich bin dann doch wieder mal überrascht, wie langsam man auf der Strecke vorankommt. Was natürlich auch am ganz ordentlichen Verkehr liegt, der auch am frühen Vormittag schon unterwegs ist.

    Wir schaffen es daher knapp nicht, vor der Fähre in Craignure anzukommen und haben daher auf den letzten Kilometern Single-Track-Road viel Begegnungsverkehr, den wir brav passieren lassen.

    Meine Bewunderung gilt dem schottischen Linienbusfahrer, der uns an einer denkbar ungünstigen Stelle begegnet. Während ich noch angespannt überlege, wie und wohin ich jetzt zurückfahren könnte, signalisiert er mir entspannt, dass er das übernimmt. Und rangiert den Bus mal eben komplett souverän bis zu einer Stelle zurück, an der wir aneinander vorbei passen. Ich bin beeindruckt.

    Fishnish

    Das letzte Stückchen auf der gut ausgebauten A849 bis zum Fähranleger von Fishnish kommt mir dann fast schon luxuriös vor. Solch eine gute Straße hatten wir jetzt wirklich schon länger nicht!

    Am Anleger ist so gut wie nichts los. Da wir noch eine halbe Stunde warten müssen, gönnen wir uns noch eine Breakfast-Roll. Das ist so etwas wie ein Hamburger ohne jeden Schnickschnack. Lediglich weiches Brot mit etwas drin. In unserem Fall dann Haggis und Black Pudding, diese leckere schottische Blutwurst.

    Fishnish

    Und die lassen wir uns dann bei feinstem Frühlingswetter draußen schmecken. Was tut das gut!

    Der Kontrast zu unserer letzten Überfahrt von Fishnish nach Lochaline könnte kaum größer sein. Damals haben wir bei Regen die letzte Überfahrt des Tages erwischt. Heute bewundern wir wieder mal, wie freundlich und effektiv die Crew der Calmac-Fähren arbeitet. Immer ein Grinsen im Gesicht, immer für einen kurzen Small Talk zu haben. Das macht mit denen einfach Spaß!

    Fishnish

    Ariundle

    Als wir auf der Morvern-Halbinsel ankommen, kehren auch die Erinnerungen an die Strecke vor 7 Jahren wieder zurück.

    Und dabei ist eine besonders schön: Wir hatten damals vom Campingplatz in Strontian eine Wanderung zum Ariundle Oakwood unternommen. Und dieser schottische Urwald ist uns als besonders atmosphärisch in Erinnerung geblieben.

    Daher ist es eine sehr kurzfristige, aber schnell gefällte Entscheidung, dass wir einen kleinen Umweg über Strontian einlegen und dort noch einmal eine kleine Runde drehen.

    Entzückt stellen wir fest, dass man auf dem friedlichen Parkplatz von Ariundle sogar offiziell eine Nacht für 10 £ verbringen kann. Würden wir normalerweise sofort machen, aber wir haben ja bereits einen reservierten Platz. Dazu aber später noch mehr.

    Ariundle
    Ariundle

    Die gut einstündige Wanderung ist nicht anstrengend. Auch hier kehren die Erinnerungen zurück, auch wenn das Ganze heute im strahlenden Sonnenschein nicht ganz so mystisch verwunschen wirkt wie damals. Aber heute ist uns das warme Wetter definitiv lieber! Wir kommen uns nach den letzten Wochen komplett leichtsinnig vor, nur mit T-Shirt und Shorts unterwegs zu sein. „Nicht mal eine Jacke?“, fragen wir einander, als sei das ein gänzlich abwegiger Gedanke. Gut, dass wir nichts mitgenommen haben! Denn es herrschen perfekt angenehme Temperaturen.

    Ariundle
    Ariundle
    Ariundle
    Ariundle
    Ariundle
    Ariundle
    Ariundle

    Corran Ferry

    Auf der Weiterfahrt füllen wir im kuriosen Supermarkt von Strontian ein letztes Mal unsere Vorräte auf. Dort nehmen Erfrischungsgetränke und Alkoholika locker die Hälfte der kleinen Ladenfläche ein! Ein weiteres Viertel ist für Süßkram und Knabberzeug reserviert.

    Nach kurzer Fahrzeit kommen wir an der Corran Ferry an. Dort können wir mit einer fünfminütigen Überfahrt über den Loch Linnhe 1 ½ Stunden Fahrzeit sparen, da es ansonsten keinerlei Brücken über den Loch gibt.

    Aber am Anleger ist Hochbetrieb. Mehrere Holztransporter wollen übersetzen. Alles sieht nach reichlich Wartezeit aus. Aber auch hier ist ein äußerst pfiffiges Team am Werk, das es souverän schafft, dass wir bereits mit der zweiten Fähre übersetzen können.

    Corran Ferry
    Corran Ferry

    Onich

    Und damit sind wir dann auch fast schon am Ziel angekommen. Denn im kleinen Dorf Onich gibt es einen echten Geheimtipp. Es gibt dort am Ufer des Loch Linnhe einen Stellplatz für genau 6 Wohnmobile. Da in allen Rezensionen dringend darauf hingewiesen wird, dass man besser reservieren solle, haben wir es genauso gemacht.

    Onich 1

    Wir richten uns auf Platz Nummer 2 ein und sind begeistert, dass der Platz eine genauso tolle Aussicht hat, wie wir es uns erhofft haben. Und da wir hier direkt zwei Nächte bleiben, können wir sowohl das herrlich frühsommerliche Wetter als auch die Aussicht in vollen Zügen genießen.

    Wir können sogar mal wieder den Grill auspacken und entspannt draußen zu Abend essen. Hurra!

    Onich 1
    Onich 1

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