Cullen

Nach dem Sturm

Nach Sturmnächten locken Castle-Ruinen und ein vertrauter Strand.

Autor
Micha
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    Überraschenderweise ist die zweite Sturmnacht anstrengender als die erste. Immer wieder werden wir wach, wenn eine Sturmböe ums MoMo heult. Auch Elli jammert und würde sich am liebsten zu uns in den Alkoven mogeln, um bei ihrem Rudel zu sein.

    Wir wachen dann gerädert, aber zu einem strahlend blauen Himmel auf. Der Wind ist immer noch stürmisch, aber mit diesem freundlich-sonnigen Tagesbeginn verliert er etwas von seiner düsteren Kraft. Aber vielleicht ist dies auch nur Einbildung, weil wir wissen, dass ab Mittag der Spuk vorbei sein soll.

    Huntly Castle

    Nach einem Einkauf im Coop sagen wir Alford byebye und machen uns auf den Weg nach Huntly. In dem dreißig Autominuten entfernten Ort wollen wir Huntly Castle besuchen. Schließlich kann man ja nicht in Castle Country gewesen sein, ohne ein einziges Castle gesehen zu haben!

    Auf der Fahrt gibt es ein paar kribbelige Situationen, da ein paar Äste als Sturmfolge entweder in die Fahrbahn hineinragen oder lose am Straßenrand liegen. Teilweise sind das ordentliche Oschis. Wir kommen aber unversehrt davon.

    Huntly Castle

    Das Castle muss früher mal ein absolutes Schmuckstück gewesen sein. Insbesondere der vierte Earl of Huntly, George Gordon, muss sehr viel Wert auf die Gestaltung seines Schlosses gelegt haben.

    Bekannt war er als „Cock o’ The North“. Was ich erst so interpretiere, dass er wohl viele Frauengeschichten gehabt habe. Aber wie wir vom Mann an der Kasse später erfahren, ist es wohl so gemeint gewesen, dass er wie ein stolzer Hahn auf dem Mist über seine Ländereien geherrscht habe.

    Huntly Castle
    Huntly Castle
    Huntly Castle
    Huntly Castle
    Huntly Castle
    Huntly Castle
    Huntly Castle
    Huntly Castle

    Wieder mal Cullen

    Nach dem Besuch im Castle machen wir es uns einfach. Nach der kräftezehrenden Sturmzeit wollen wir an einen Ort reisen, wo es nicht viel Neues zu entdecken gibt, der aber trotzdem schön ist.

    Für uns ist das Cullen, wo wir jetzt schon zum dritten Mal sind. Der sympathische Ort an der Moray-Coast hat jetzt keine besonders herausragenden Features, die uns immer wieder anziehen. Es ist eher das Gesamtensemble von gutem Stellplatz, ordentlich breitem Strand und netter Stadt, was wir genau heute so gut brauchen können.

    Cullen
    Cullen
    Cullen

    Und so steuern wir den altbekannten Stellplatz an, richten uns schnell ein und genießen dann die beeindruckenden Wellen, die sich an der Kaimauer und den Felsen brechen.

    Cullen
    Cullen
    Cullen
    Cullen
    Cullen

    Abends noch Gelegenheit für die Hunde, sich am Strand auszupowern und für uns, um runterzukommen. Dann noch leckeren Räucherlachs aus Stornoway und schon wieder ist ein Tag in Schottland unspektakulär aber schön zu Ende gegangen.

    Cullen
    Wir warten brav im Kommando auf Frauchen
    Cullen

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