Und wieder einmal ändern sich unsere Pläne. Das heutige Wetter ist mit Pisswetter noch freundlich umschrieben. Ein Tag, der grau in grau verhangen startet und dann nicht wirklich sonniger werden wird. Die Vorhersage deckt sich mit dem, was wir durchs Fenster sehen.
Wir checken noch mal den Wetterbericht für die kommende Woche. Lohnt es sich wirklich, weiter in den Osten zu fahren? Klar, wir würden auch diesen Zipfel Schottlands gerne endlich mal bereist haben. Aber der geplante Abstecher auf die Orkney-Inseln wird mangels attraktiven Wetters wieder einmal verschoben. Und damit macht es auch wenig Sinn, die anderen Sehenswürdigkeiten an der Ostküste abzuklappern. Wir planen um.

Hüttenbrumm
Wir beschließen, das schlechte Wetter auszusitzen und lieber einen gemütlichen Tag im MoMo zu machen. Es gibt ja genug zu tun. Zur Planung gehört es dann auch, schon mal die Fähre auf die Äußeren Hebriden zu buchen. Am Sonntag soll es ab Ullapool losgehen!

Und die Zeit bis dahin werden wir in der Assynt-Region verbringen, in die wir uns im vergangenen Jahr so verliebt haben. Das müsste richtig gut werden!
Nachdem diese Entscheidungen getroffen sind, packt Annette die Malsachen aus und ich arbeite ein wenig.

Ein großer Platscher
Schon öfter hatten wir aus dem Augenwinkel beobachten können, dass es im River Borgie unterhalb unseres Platzes einen großen Platscher gibt. Annette tippt auf Otter, die dort jagen. Aber es dauert eine Weile, bis ich dann zufällig sehe, was hier so lustvoll aus dem Wasser springt. Es sind Lachse! Und der, den ich dann kurz in der Luft sehe, ist ein richtiger Oschi! So einen großen habe ich noch nicht gesehen!
Ich stelle mich mit dem Supertele neben das MoMo und warte geduldig. Aber so schnell bin ich dann doch nicht. Es reicht nur für ein Platsch!-Foto, aber leider ohne Lachs.
Annette gibt mir den klugen Tipp, dass ich das von der Brücke unterhalb unseres Platzes doch viel einfacher haben könnte. Ich nehme also die Kamera mit und versuche erneut mein Glück. Was ich nicht bedacht habe: Auf so kurze Distanz geht das Supertele natürlich viel zu nah dran. Ich müsste schon ein Riesenglück haben, um in meinem kleinen Bildausschnitt auch einen Lachs einzufangen.
Herbstboten
Aber wo ich schon mal dort bin, plane ich einfach um. Denn in dem bedeckten Nieselwetter lassen sich ganz vortrefflich Pflanzen ablichten. Nichts wie ans Werk!
Alles deutet schon auf den Herbst hin. Die Flechten, die goldenen Farne, das Heidekraut, die Brombeeren.





Und weil es so schön war, möchte ich das Ganze dann mit dem Makro gleich noch einmal erleben. So schön!




Himmelsglück
Gegen Abend klart es dann zusehends auf. Wir beschließen, noch einmal an den Strand zu gehen. Zum einen, um den Sonnenuntergang zu genießen, zum anderen, um noch mal das Wrack abzulichten.
Es ist erstaunlich, wie matschig der Weg nach nur einem Tag Regen geworden ist. Ohne Gummistiefel würde das keinen Spaß mehr machen.



Als wir am Strand ankommen, klart es auf. Die Wolken ziehen mit beachtlicher Geschwindigkeit und die Sonne färbt die Wolken ein. So haben wir das bestellt!




