Den Vormittag mit kurzen, aber heftigen Schauern sitzen wir mal entspannt im MoMo aus. Dadurch kann ich auch endlich an den liegen gebliebenen Blogeinträgen arbeiten.

Einsame Runde
Erst gegen 14 Uhr brechen wir auf, um die Südspitze von Bute zu erkunden. Wie gut, dass die Wanderung auf dem West Island Way direkt an unserem Parkplatz beginnt!


Da es heute teilweise sehr böig stürmt, haben wir uns windgerecht angezogen. Was wir aber nicht bedacht haben: Der erste Teil der Wanderung findet im absoluten Windschatten statt. Ganz schnell ziehen wir eine Zwiebelschale nach der anderen aus. Denn ohne Wind ist es in der Sonne richtig mollig.
Beim Leuchtturm Rubh’ an Eun hat man eine großartige Sicht auf die gegenüberliegenden Inseln Great und Little Cumbrae.


Hinter der Glencallum Bay mit ihrem schwarzen Kieselsand geht es dann das erste Mal bergauf.


Überraschenderweise bleibt der Wind länger aus, als wir vermuten. Auch schon mit Blick auf die Berge der Isle of Arran bleibt es sonnig-warm. Vielleicht sorgt aber auch nur das leuchtende Gelb des Ginsters für dieses Gefühl von Wärme.


Kuhstress
Erst als wir die Westseite erreichen, wird es frischer. Aber auch hier: Liegt es vielleicht daran, dass wir weit bis hinüber nach Kintyre schauen können und sowohl Sonnenflecken, aber auch Regenschauer durchziehen sehen?


Vor allem bei Letzteren ist es immer die Frage: Kommt das auf uns zu?
Was uns ebenfalls beschäftigt, ist das Vieh, das hier auf den Weiden grast. Weniger die Schafe, denn die machen, was ein Schaf halt so macht: weglaufen.

Aber seit unseren Bull-in-field-Erlebnissen auf den Äußeren Hebriden sind wir uns nicht so sicher, ob eine Kuh Besuch von uns und den Hunden wirklich zu schätzen weiß.
Es kommt dann, wie es kommen muss: Eine Kuh steht quasi mitten auf dem Weg, den wir nehmen müssen, und kommt sogar noch forsch auf uns zu. Ob das reine Menschenfreundlichkeit und Neugier ist? Ich werde dann doch mal laut, um sie wegzuscheuchen. Es funktioniert. Puh!
St. Blane’s Chapel
Eine kleine Ruhepause können wir in der St. Blane’s Chapel einlegen, einer Kirchenruine, die malerisch in dieser ländlichen Umgebung liegt.



Von hier aus begeben wir uns auf den Rest der Wanderung, die es überraschenderweise noch einmal in sich hat. Es geht nämlich ordentlich bergauf!
Wir beglückwünschen uns dazu, dass es hier so lange schon verhältnismäßig trocken ist. Denn der Weg über matschige, steile Wiese mit tiefen Kuhspuren wäre sicherlich reichlich unangenehm.
Als wir dann schließlich am höchsten Punkt angekommen sind, werfen wir noch einen letzten Blick hinüber auf Arran, bevor es dann steil wieder bergab auf Meereshöhe geht.
Als wir in Kilchattan ankommen, kommt es uns fast schon vertraut vor. Diesen Weg zurück zum MoMo kennen wir.
Double Rainbow
Und wir haben mal wieder absolutes Glück: Buchstäblich im letzten trockenen Moments die MoMo-Crew wieder an Bord und wir können uns den heftigen Schauer (und alle die ihm noch folgen) aus der warmen Stube betrachten. Perfektes Timing!
Und um einen echt schottischen Wetter-Tag abzurunden, bekommen wir am Abend auch noch einen Double Rainbow geschenkt!
