Der Wetterbericht ist momentan eher eine grobe Richtschnur als eine korrekte Vorhersage. Außerdem ändert er sich beständig. Seit einer Woche wurde vorhergesagt, dass das Pfingstwochenende wunderbar sonnig werden würde. Und jeden Tag schiebt sich diese Vorhersage um einen Tag nach hinten. Auch heute fängt der Tag eher trüb an, wird dann aber immer freundlicher.
Auf einmal liegt doch tatsächlich ein Kreuzfahrtschiff vor Iona. Ich hätte nicht gedacht, dass die hier ankern könnten!

Erst mittags machen wir die Räder für unseren Trip nach Iona fertig.
An dieser Stelle mal ein großes Lob an Calmac. Die Fährgesellschaft lässt sich weder die Hunde noch die Räder extra bezahlen. Und der Preis für Hin- und Rückfahrt ist mit 10 £ mehr als fair.
Die Fähre ist gut besetzt. Ganz schön viele Fußpassagiere, die hier übersetzen! Kein Wunder, da in der Regel nur Autos von Inselbewohnern transportiert werden.

Iona Abbey
Auf Iona nutzen wir dann unsere Fahrräder, um vor der Masse an der Abbey anzukommen. Denn das ist hier auf der Insel die Top-Attraktion.
Wir kommen dank unserer Historic-Scotland-Mitgliedschaft ohne weitere Kosten hinein und auch die Hunde dürfen in den Außenbereich mitgenommen werden.


Es ist spannend, so einen Ort ein zweites Mal zu besuchen. Es fallen einem ganz andere Dinge auf. Die Abbey habe ich als angenehm nicht-prunkvoll in Erinnerung. Aber dass sogar Farne an den Innenwänden wachsen, wusste ich nicht mehr.




Und man freut sich darauf, bestimmte Dinge noch mal zu sehen. Wie den Kreuzgang mit den weißen Tauben im Turm.


Not so fun fact: Vor dem Brunnen von Iona liegen Gebetssteine, in deren Mulden Marmorkugeln von den Betenden rotiert werden. Es heißt, wenn die Gebetssteine durchgescheuert seien, stünde das Jüngste Gericht an. Ich würde mal sagen: Kommt bald. Foto habe ich vor Schreck nicht mehr gemacht…
St. Columba Larder
So viel Historie macht hungrig. Wir kehren also erst mal im St. Columba Larder ein. Annette entdeckt, dass es dort leckere, frische Pies gibt. Sehr lecker!

Nordstrände
Nach der Stärkung wird es aber Zeit, endlich zu den tollen Stränden am Nordende der Insel zu kommen.
Wir stellen die Räder am Ende der Straße ab und machen uns auf den Weg. Hunde an der Leine, da hier überall Schafe unterwegs sind.
Am Strand dürfen die Hunde dann erst mal von der Leine, aber man muss trotzdem darauf achten, ob hier nicht plötzlich ein Schaf auf dem Strand steht. Denn denen schmecken Algen als Nahrungsergänzung anscheinend recht gut. Eine Schafmutter bringt ihren Lämmern bei, was gut schmeckt.













An das Ende des Nordstrands verirrt sich dann kaum ein Mensch. Der Blick aufs Meer mit den Treshnish Isles und Staffa ist wunderbar.


Auch am White Strand of the Monks ist es so spät am Nachmittag dann schon wieder friedlich ruhig. Wenn doch nur ein wenig mehr Sonne das Meer beleuchten würde!




Goodbye for now
Als wir um 17.15 Uhr die Fähre zurück aufs Festland nehmen, ist die Warteschlange an Fahrgästen beträchtlich. Wie fantastisch friedlich muss es auf der Insel sein, wenn die Tagestouristen alle weg sind!



Wir planen einen weiteren Besuch für unsere kommenden Tage hier ein.
Denn über die Pfingsttage ist hier wirklich richtig was los. Wir haben keine Eile mehr, Fidden Farm frühzeitig zu wechseln um dann an einen bereits übervollen Stellplatz zu kommen, der uns ablehnt. Wir entschleunigen noch mal ein paar Grad.