Hach, was ist das Bett gemütlich. Aber es hilft ja alles nichts. Die Zeichen deuten auf einen schönen Sonnenaufgang hin und den kann man an so einem Ort einfach nicht auslassen. Schwerfällig ziehe ich mich an, packe die Kamera und stapfe los in Richtung Strand.
Magic Sunrise
Ich wäre gerne ein Frühaufsteher. Dann würde ich diese verwunschene Zeit, bevor ein Ort zum Leben erwacht, viel häufiger erleben. Und vor allem wacher. Aber die frische Luft sorgt schnell dafür, dass auch mein Gehirn in Gang kommt.

Gut so, denn nun kann ich mit allen Sinnen erleben, wie der Himmel langsam immer heller wird und die Sonne erste Farbtupfer auf die Wolken setzt, bevor sie ihren eigenen großen Auftritt hat.




Einen großen Auftritt haben dann als Überraschungsgäste noch ein paar Züge Kraniche, die auf einmal über mich hinwegziehen. Mit denen habe ich jetzt ja mal gar nicht gerechnet!


Harbour Dunes
Als ich zurück zum MoMo komme, wartet schon ein heißer Kaffee auf mich, der die Zeit überbrückt, bis wir um 9 Uhr für ein Full Scottish Breakfast in das gegenüberliegende Harbour Dunes wechseln können.
Gemütlich eingerichtet, schöne Aussicht, freundliche Bedienung und leckeres Essen: Empfehlung!


New Slains Castle
Einen Katzensprung entfernt befindet sich das New Slains Castle. Eine Ruine, die so gar nicht castelig aussieht, da es architektonisch nicht so uralt und verwittert ist wie viele andere Ruinen. Das könnte auch gut als modernere Bauruine durchgehen. Spannend ist es aber trotzdem immer, solch eine Ruine zu besuchen.
Zunächst betrachten wir es mal von außen, da das Ganze von den rosa Granitfelsen noch einmal anders aussieht.


Annette malt, ich fotografiere. Bewährte Arbeitsteilung, auch wenn Annette die anstrengendere Aufgabe hat, auf die Hunde aufzupassen. Immerhin haben die beiden schon gelernt, dass sie aus dem Wasserfarbnapf nur zu Beginn des Malens trinken dürfen.


Das Innere der Ruine ist dann aufregender als der Anblick von außen. Gut, vielleicht liegt das auch daran, dass am Eingang ausdrücklich gewarnt wird, das Gebäude zu betreten. Hält sich keiner dran, ist aber direkt ein kleiner Nervenkitzel.




Während ich auf der Suche nach Fotomotiven im Gebäude bin, hat Annette es sich mit dem Fernglas gemütlich gemacht und sondiert das Meer, das offen und weit vor uns liegt. Neben den allgegenwärtigen Seevögeln erspäht sie auch zwei Delfine und eine Robbe.


Eigentlich ist es eine Schande, dass ein Ort mit so einer wunderbaren Aussicht so verfällt. Hätte jemand mal ein paar Millionen, mit denen man das wieder instand setzen kann?
One more day?
Auf dem Rückweg holen wir uns im Harbour Dunes noch ein paar süße Leckereien, die uns beim morgendlichen Verlassen schon angelacht hatten. Anschließend heißt es erst mal Entspannen im Mannimobil.

Als wir abends noch einmal am Strand spazieren gehen, diskutieren wir, ob wir noch einen Tag dranhängen sollen. Möglich wäre es. Andererseits würde uns dann Zeit in den Cairngorms für das Genießen des Herbstlaubs fehlen. Ein wahres Luxusproblem.