Yorkshire Dales

Geplatzte Pläne

Am Ribblesdale Viaduct toben wir uns fotografisch und zeichnerisch aus. Anschließend geht aber jeder Plan schief.

Autor
Micha
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    Am Morgen präsentieren sich die Yorkshire Dales schon etwas freundlicher. Sogar die Sonne kommt sporadisch durch und taucht alles in warme Farben. Sieht schon gleich ganz anders aus.

    Yorkshire Dales
    Schafe
    Schafe

    Ribbledale Viaduct

    Auf unserer Strecke liegt nun ein echtes Highlight. Das Ribbledale Viaduct ist mit seinen 402 Metern Länge ausgesprochen lang gezogen und liegt absolut fotogen im Tal des Flusses Ribble. Das kann man einfach nicht auslassen!

    Ribblehead Viaduct

    Unsere Wege trennen sich am Parkplatz. Annette geht mit den Hunden zum Fuß des Viadukts, während ich mein Glück mit etwas Entfernung versuche, um die grandiose Szenerie besser einzufangen.

    Mein Weg ist etwas beschwerlicher. Denn was aus der Entfernung wie eine sumpfige Wiese aussieht, wird immer wieder von kleinen Strömen durchzogen, die man geschickt überspringen oder umgehen muss. Ein Hoch auf meine Gummistiefel!

    Aus der Ferne

    Auf einer Anhöhe befinden sich dann auch einige Felsen, die sich dankbar als Vordergrund anbieten. Während ich das Stativ aufbaue und noch sinniere, wie das Bild aussehen soll, fängt es an zu tröpfeln. Och nö, nicht schon wieder! Aber dieses Mal bleibt der ganz starke Regenguss aus und es fallen sogar noch ein paar Sonnenstrahlen auf die Landschaft.

    Ribblehead Viaduct
    Ribblehead Viaduct

    Und von Nahem

    Am Fuße des Viadukts treffen sich unsere Wege dann wieder. Annette hat fleißig skizziert und ich kann auch noch ein wenig aus der Nähe fotografieren. Erst jetzt fällt mir auf, dass jede sechste Säule des Viadukts deutlich dicker ist als die anderen.

    Ribblehead Viaduct
    Ribblehead Viaduct
    Ribblehead Viaduct

    Was uns beide komplett nervt, sind allerdings die drei Typen, die ihre Drohnen hier fliegen lassen. Unangenehm laut sirren sie an einem vorbei und zerstören die friedliche Atmosphäre im Tal. So toll wie ich Drohnenfotos ja finde – die Geräuschbelästigung durch die Dinger geht mir komplett auf den Sack!

    Home of closed roads

    Auf der Weiterfahrt freuen wir uns schon auf den Wasserfall Hardraw Force beim kleinen Örtchen Hawes und die anschließende Fahrt über den Buttertubs Pass, die eine der spektakulärsten Strecken Englands sein soll.

    Aber es kommt dann ganz anders. Die Straße ist gesperrt und so müssen wir beides auf einen späteren Besuch verschieben. Dann werden wir auch Hawes genauer erkunden, das uns auf den ersten Blick richtig gut gefallen hat.

    Stattdessen genießen wir halt die hubbeligen Straßen der Yorkshire Dales, die sich durch die Landschaft winden. Es ist eine Strecke, die beim Fahren nicht schwierig ist, aber stete Konzentration erfordert.

    Yorkshire Dales

    Als wir in Lunds auf die B6259 abbiegen, wird die nächste Straßensperre angekündigt. So langsam wächst der Frust. Kommen wir hier überhaupt noch mal raus?

    Nach einem erneuten Umweg landen wir später dann doch auf der Autobahn in Richtung Norden. Wir wollen Station bei Keswick im nördlichen Bereich des Lake Districts machen, um uns dort einmal umzusehen und ein paar Tage zu bleiben.

    Ausgebucht

    Wir steuern die Burns Farm an, die sich nach einem guten Stopp anhört. Abgesehen von der hörbaren Nähe zur A66 sieht das alles fein aus. Womit wir Mitte April nicht gerechnet haben: Für das Wochenende sind sie komplett ausgebucht! Und eine ernüchternde Recherche bei den Plätzen in der Umgebung ergibt die unangenehme Gewissheit, dass hier am Wochenende ohne Reservierung spontan gar nichts möglich ist.

    Wir finden uns damit ab, dass wir dann nur eine Nacht hier haben werden. So ganz rund läuft diese Anreise dann doch nicht.

    Schlechtes Timing

    Wir wollen das Beste aus der kurzen Zeit machen und auf jeden Fall noch den 30 Minuten Fußweg entfernten Steinkreis von Castlerigg besuchen. Annette besteht zurecht darauf, vorher noch zu Abend zu essen. Lieber frisch gestärkt als mit knurrendem Magen unterwegs sein.

    Dumm nur, wenn man dann nicht den Wetterbericht beachtet hat. Denn der hat ziemlich genau vorhergesagt, dass am Abend dann Regenschauer durchziehen und in den allerersten geraten wir prompt hinein, als wir dann losziehen. Ein Blick zum Himmel macht klar, dass es nicht die schlaueste Idee ist, trotzdem weiterzugehen. Es regnet sich so richtig schön ein. Frustriert kehren wir um: Auch dieser Plan hat heute nicht geklappt. Gut, dass wenigstens das Ribbledale Viaduct ein echtes Highlight war!

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