Mangersta Sea Stacks

Mangersta

Ein Tag zwischen Sand, See und Steilküste – gekrönt von den Mangersta Sea Stacks.

Autor
Micha
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    Wir starten ausgesprochen träge in den Tag. Und das, obwohl ausgesprochen freundliches Wetter aufgezogen ist. Am Ende wird sich herausstellen, dass es hervorragend ist, dass wir die Schönheit dieser Ecke über den Tag verteilt genießen.

    Die perfekte Ebbe

    Erst am späten Vormittag machen wir uns auf den Weg zum Strand. Es ist genau der richtige Zeitpunkt, wie wir bald herausfinden werden.

    Denn auch wenn die komplette Ebbe noch drei Stunden entfernt ist, liegt schon so viel Strand wieder frei, dass es für mindestens drei ordentlich große Strände reichen würde. Solcherart sind die Dimensionen hier!

    Ardroil Beach bei Ebbe
    Ardroil Beach

    Wir gehen durch die Dünen hinüber zum Carnish Beach, den ich gestern erst beim Drohnenflug entdeckt habe. Alleine dieser Strand ist jetzt schon riesig und das Beste: Niemand vor uns hat ihn heute betreten! Es fühlt sich fast schon falsch an, die ersten Fußspuren auf dieser makellosen Sandfläche zu hinterlassen.

    Ardroil Beach bei Ebbe
    Ardroil Beach bei Ebbe

    Aber natürlich machen wir das trotzdem, denn die Hunde genießen das Flitzen und Toben und wir das Beobachten des Meeres, wie es immer weiter zurückweicht.

    Ardroil Beach bei Ebbe

    Selbst in der Bretagne habe ich diesen Vorgang noch nie so deutlich miterlebt. Unzählige Wasserpools, Mini-Inseln und die Linien des zurückweichenden Wassers geben Fotomotive en masse ab.

    Ardroil Beach bei Ebbe
    Ardroil Beach bei Ebbe
    Ardroil Beach bei Ebbe
    Ardroil Beach bei Ebbe

    Mittagspause mit Drohne

    Völlig übersättigt und glücklich von all diesen Eindrücken wanken wir zurück zum MoMo und sättigen uns erst mal mit dem feinen Räucherlachs aus der Uig Lodge, den wir uns gestern im Community Shop gekauft haben. Sündhaft teuer, aber eben auch ausgesprochen lecker. Als Nachtisch dann noch Scones mit Clotted Cream und Jam. Schottischer Luxus!

    In unserer Mittagspause lasse ich dann noch einmal die Drohne steigen und schaffe es auch dieses Mal nicht wirklich, diesen absurd riesigen Strand wirklich zu erfassen. Zoomt gerne einmal rein und zählt die Personen am Strand. Die Stecknadelköpfe auf dem Foto sind kein Dreck, sondern die Strandspaziergänger.

    Ardroil Beach bei Ebbe
    Ardroil Beach bei Ebbe
    Ardroil Beach bei Ebbe
    Ardroil Beach bei Ebbe

    Radtour nach Mangersta

    Für den späten Nachmittag bereite ich die Räder vor. Wir wollen zu den Mangersta Sea Stacks, den Felsnadeln, die vor der Steilküste aus dem Meer ragen. Die sechs Kilometer in Richtung Süden mit dem ständigen Bergauf und Bergab sind auf dem Rad deutlich bequemer als zu Fuß (anstrengender) oder mit dem Womo (keine Parkplätze). Die Hunde dürfen dieses Mal allerdings nicht mitkommen und bewachen brav das MoMo.

    Auch diese Strecke ist dann wieder mal ein hebridischer Traum. Single Track, Auf und Ab geschlängelt durch eine unwirkliche Mondlandschaft durchsetzt mit Moor und Seen.

    Lews Chessmen King
    Lewis Chessmen: King
    Road to Mangersta

    Mangersta Beach

    Unser erster Stopp ist der Mangersta Beach. Eingerahmt links und rechts von Steilküste und erreichbar durch einen mittelsteilen Fußweg. Lediglich eine Handvoll Parkplätze, von denen nur einer belegt ist, deuten schon an, dass wir hier wohl mal wieder alleine sein werden.

    So ist es dann auch.

    Wieder einmal sind wir fassungslos, dass wir so einen tollen, fotogenen Strand für uns alleine haben. Was es hier alles zu entdecken gibt. Dünenmuster wie in der Sahara, das Treibholz und die gezackten Steine könnten mich für Stunden beschäftigen.

    Mangersta Beach
    Mangersta Beach
    Mangersta Beach
    Mangersta Beach

    Da wir aber noch weiter wollen, gibt es leider nur das absolute Minimalprogramm, damit wir zum Sonnenuntergang auch an den Sea Stacks ankommen.

    Sea Stacks Deluxe

    Wir fahren die Straße noch 2 Kilometer weiter und könnten schon wieder jauchzen. Links die Berge, rechts das offene Meer. So schön!

    Ein netter Mensch hat an der Stelle, an der man zu den Sea Stacks gehen sollte, mit einem kleinen Schild gekennzeichnet. Ansonsten könnte man glatt daran vorbeifahren.

    Mangersta Sea Stacks

    Wir überlegen, ob wir die Räder hier überhaupt abschließen sollten. Es ist ja niemand da. Und wahrscheinlich kommt auch kein Krimineller hier in der kommenden Stunde vorbei. Aber als brave Deutsche benutzen wir dann doch zumindest das Speichenschloss ( und insgeheim denke ich an die Galeristin in Achiltibuie, die mir erzählte, dass sie seit zehn Jahren ihr Haus nicht mehr abgeschlossen habe, weil sie den Schlüssel verloren hätte).

    Wir suchen uns den Weg zur Aussicht dann auf eigene Faust, denn weiter ausgeschildert ist hier nichts. Man kann aber auch nicht wirklich etwas falsch machen, da man einfach bis zur Kante der Steilküste gehen muss.

    Mangersta Sea Stacks
    Mangersta Sea Stacks
    Mangersta Sea Stacks
    Mangersta Sea Stacks
    Mangersta Sea Stacks

    Die Stacks unter uns sind schon spektakulär, aber auch die Küstenlinie nach Norden ist einfach ein Fotografentraum.

    Linsensuppe mit Aussicht

    Wir machen an der Steilküste ein Picknick der besonderen Art. Annette hat im Womo eine Dose Linseneintopf warm gemacht und in Thermosbehälter abgefüllt. Den Eintopf löffeln wir dann mit Blick auf das Meer und die Küste. Selten hat eine Konserve besser geschmeckt!

    Mangersta Sea Stacks
    Mangersta Sea Stacks

    Ganz beseelt machen wir uns auf den Heimweg, genießen noch mal den Ritt durch diese unwirkliche Landschaft und werden von unseren beiden Vierbeinern schwanzwedelnd begrüßt.

    Mangersta Sea Stacks

    Schon wieder ein Schottland-Tag der Extraklasse!

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