Ein weiterer großartiger Sonnenaufgang, den wir heute erleben dürfen. Egal, in welche Richtung ich mich drehe: Es sieht immer spektakulär aus. Und auf einmal so friedlich, nachdem auch in dieser Nacht der Wind keine Ruhe gegeben hat.




Sogar einen Regenbogen hat Schottland zum Start in den Tag im Angebot.

Als gerade die goldene Stunde beginnt und die Landschaft in warmes Licht tauchen will, beginnt der für den Vormittag angekündigte Regen.

Und von jetzt auf gleich ist das Licht ausgeknipst und es wird ein wenig trüb. Zeit zum Aufwärmen und fürs Frühstück.
Hin und her überlegt
Wir überlegen hin und her. Bleiben oder aufbrechen? Eigentlich haben wir hier alles weggeguckt und könnten zu neuen Zielen aufbrechen. Aber beim Blick aus dem Fenster werden wir schon wieder schwach: Sah das Meer wirklich schon mal SO grün aus? Leuchtete der Himmel schon mal SO unwirklich? Und: Würde uns so ein weiterer Abhängtag nicht wirklich guttun? Abends soll es sogar noch mal Fish&Chips im Food-Van geben, der eigentlich schon die Saison beendet hat. Wir bleiben!
Regen an und aus
Der Sturm ist weg, dafür ist jetzt der Regen da. Immer mal wieder ziehen Schauer über uns hinweg. Da sind wir froh, dass wir die damit verbundenen Farbenspiele aus dem Mannimobil beobachten und nicht so klatschnass werden wie die unentwegten Strandspaziergänger.



No Fish, no chips
Am späten Nachmittag mache ich mich auf, um uns ein frühes Abendessen zu organisieren. Nicht, dass der Foodtruck zumacht, bevor wir etwas zu essen hatten!
Ich werde freundlich begrüßt und gefragt, ob ich zum Abholen käme. „Nein, zum Bestellen!“ strahle ich sie an. Also hätte ich keine Bestellung aufgegeben? Dann täte es ihnen leid, da sie im Viertelstundentakt Termine vergeben würden, die aber alle schon belegt seien. Micha macht ein ausgesprochen langes Gesicht. Entschuldigend wird mir erklärt, dass das eher ein Angebot für die Locals sei. Jetzt verstehe ich auch, warum hier wie im Drive-in Autos vor- und wieder wegfahren.
Pommesbude mit Terminvergabe. Kannte ich auch noch nicht.

360 Grad Panorama
Unseren Frust über die verpasste Schlemmerei laufen wir uns am Strand aus den Köpfen. Noch einmal den Weg zum östlichen Ende und retour.

Ich finde es sehr fürsorglich von meiner Apple Watch, dass sie für mich Wegpunkte setzt, damit ich mich nicht verlaufen kann. Das muss diese berühmte Apple Intelligence sein, die mich davor bewahrt, an einem Strand verloren zu gehen.
Zunächst deutet gar nichts darauf hin, dass wir noch einen schönen Sonnenuntergang erleben werden. In Richtung Sonne sind dicke, düstere Wolken aufgezogen, die mehr nach Regen als nach Sonnenschein aussehen.


Aber es geschieht wieder mal dieses schottische Wunder, dass sich das Wetter schneller ändert, als man Piep sagen kann. Plötzlich sind die düsteren Wolken verschwunden und ausgewählte Teile der Landschaft werden noch mal von der Sonne beschienen.

Wir stehen am Strand und egal, in welche Richtung wir blicken: Es ist einfach überall schön. Das wäre jetzt der Moment für eine 360°-Kamera, deren Bild man sich später per VR-Brille ansieht und genau an diesen Moment zurücktransportiert wird. Ganz ehrlich? Würde ich nehmen!
